Anhaltender Stress, hoher Leistungsdruck und das Gefühl, ständig funktionieren zu müssen, können auf Dauer psychisch und körperlich erschöpfen. Viele Betroffene bemerken zunächst nur, dass ihre Energie nachlässt. Sie schlafen schlechter, können sich weniger gut konzentrieren oder fühlen sich zunehmend gereizt.

Irgendwann helfen auch ein freies Wochenende oder ein Urlaub nicht mehr dabei, sich wirklich zu erholen.

Burnout entwickelt sich meist nicht von einem Tag auf den anderen. Häufig ist es ein schleichender Prozess, bei dem die eigenen Belastungsgrenzen über längere Zeit überschritten werden.

In meiner Praxis in 1180 Wien begleite ich Menschen, die unter anhaltender Erschöpfung, Überforderung und Burnout-Symptomen leiden. In der Psychotherapie kann es darum gehen, nicht nur die aktuellen Beschwerden zu lindern, sondern auch jene inneren Muster und Konflikte zu verstehen, die zu einer dauerhaften Überlastung beitragen können.


Was versteht man unter Burnout?

Der Begriff Burnout beschreibt einen Zustand ausgeprägter Erschöpfung, der häufig im Zusammenhang mit länger andauernden Belastungen entsteht.

Viele Betroffene berichten, dass sie über Monate oder sogar Jahre versucht haben, immer mehr zu leisten und Belastungen auszuhalten. Eigene Bedürfnisse und Erholungsphasen wurden dabei zunehmend zurückgestellt.

Typische Gedanken können sein:

„Ich muss nur noch diese Woche durchhalten.“

„Wenn dieses Projekt vorbei ist, wird es wieder besser.“

„Andere schaffen das schließlich auch.“

Doch die erhoffte Erholung tritt irgendwann nicht mehr ein.

Wichtig ist: Nicht jede Erschöpfung bedeutet automatisch Burnout. Müdigkeit und vorübergehende Überforderung gehören zum Leben. Wenn die Beschwerden jedoch über längere Zeit bestehen und sich trotz Ruhephasen kaum bessern, sollte man genauer hinsehen.

👉 „Burnout oder normale Erschöpfung?


Welche Anzeichen können auf Burnout hinweisen?

Burnout kann sich sehr unterschiedlich äußern. Häufig treten mehrere Beschwerden gleichzeitig auf.

Psychische und emotionale Warnsignale

Dazu können beispielsweise gehören:

  • anhaltende Erschöpfung,
  • innere Leere,
  • zunehmende Gereiztheit,
  • Verlust von Motivation,
  • Konzentrationsprobleme,
  • Selbstzweifel,
  • das Gefühl permanenter Überforderung,
  • zunehmender Rückzug,
  • Schwierigkeiten, nach der Arbeit abzuschalten.

Manche Betroffene beschreiben ihren Zustand mit einem Satz, der sehr typisch sein kann:

„Ich funktioniere eigentlich nur noch.“

Nach außen wird der Alltag vielleicht weiterhin bewältigt. Innerlich ist jedoch kaum noch Energie vorhanden.

👉 „Ich funktioniere nur noch


Körperliche Beschwerden bei Burnout

Dauerhafte psychische Belastung kann sich auch körperlich bemerkbar machen.

Mögliche Beschwerden sind unter anderem:

  • Schlafstörungen,
  • Kopfschmerzen,
  • Muskelverspannungen,
  • Magen-Darm-Beschwerden,
  • Schwindel,
  • Herzklopfen,
  • vermehrtes Schwitzen,
  • anhaltende Müdigkeit.

Solche Symptome können viele unterschiedliche Ursachen haben. Körperliche Beschwerden sollten deshalb medizinisch abgeklärt werden.

Gleichzeitig ist die Wechselwirkung zwischen psychischem Befinden und körperlichen Reaktionen ein wichtiger Bestandteil der Betrachtung von anhaltender Belastung.


Wie entwickelt sich ein Burnout?

Burnout hat selten nur eine einzige Ursache.

Oft kommen äußere Belastungen und persönliche Muster zusammen.

Hohe Arbeitsbelastung, Verantwortung, Konflikte, mangelnde Erholungsmöglichkeiten oder private Belastungen können eine Rolle spielen.

Gleichzeitig gibt es Menschen, denen es besonders schwerfällt, ihre eigenen Grenzen wahrzunehmen oder ernst zu nehmen.

Dazu können beispielsweise gehören:

  • ausgeprägter Perfektionismus,
  • sehr hohe Ansprüche an sich selbst,
  • starkes Verantwortungsgefühl,
  • Schwierigkeiten, Nein zu sagen,
  • Angst davor, andere zu enttäuschen,
  • das Gefühl, immer funktionieren zu müssen,
  • Selbstwert, der stark von Leistung und Anerkennung abhängt.

Gerade diese inneren Muster können erklären, warum zwei Menschen mit einer ähnlichen äußeren Belastung unterschiedlich darauf reagieren.


Burnout ist nicht nur ein berufliches Problem

Burnout wird häufig ausschließlich mit dem Arbeitsplatz verbunden.

Dauerhafte Überforderung kann jedoch auch durch andere Lebenssituationen entstehen oder verstärkt werden.

Die Betreuung von Angehörigen, familiäre Konflikte, Doppelbelastungen, hohe Erwartungen an die eigene Rolle oder das Gefühl, ständig für andere verantwortlich sein zu müssen, können ebenfalls zu chronischer Erschöpfung beitragen.

Entscheidend ist daher nicht ausschließlich:

„Wie viel arbeite ich?“

Sondern auch:

„Warum fällt es mir so schwer, meine eigenen Grenzen wahrzunehmen und zu schützen?“

Genau diese Frage kann für die Psychotherapie besonders interessant sein.


Warum reicht Urlaub bei Burnout oft nicht mehr aus?

Viele Menschen reagieren auf zunehmende Erschöpfung zunächst mit dem naheliegenden Gedanken:

„Ich brauche einfach Urlaub.“

Bei einer vorübergehenden Belastung kann das tatsächlich ausreichen.

Bei einem bereits länger bestehenden Burnout erleben Betroffene jedoch häufig etwas anderes: Während des Urlaubs geht es vielleicht kurzfristig besser, doch kurz nach der Rückkehr sind Erschöpfung und Überforderung wieder da.

Der Grund liegt häufig darin, dass die eigentlichen Belastungsfaktoren unverändert geblieben sind.

Auch innere Muster wie Perfektionismus, überhöhte Ansprüche oder Schwierigkeiten beim Setzen von Grenzen verschwinden nicht durch zwei Wochen Erholung.

👉Warum Erholung allein bei Burnout oft nicht ausreicht


Burnout oder Depression – wo liegt der Unterschied?

Burnout und Depression können ähnliche Beschwerden verursachen (👉Burnout oder Depression – wo liegt der Unterschied?“).

Erschöpfung, Schlafprobleme, Antriebslosigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Rückzug und der Verlust von Freude können bei beiden auftreten.

Bei Burnout steht häufig eine länger andauernde Überlastung im Vordergrund. Eine Depression kann dagegen sämtliche Lebensbereiche betreffen und muss nicht unmittelbar auf eine konkrete Belastung zurückzuführen sein.

Die Grenzen können allerdings fließend sein. Auch können depressive Beschwerden gemeinsam mit einem Burnout auftreten.

Deshalb ist eine Selbstdiagnose anhand einzelner Symptome wenig hilfreich. Entscheidend ist die individuelle Situation.


Wann sollte ich bei Burnout Hilfe suchen?

Viele Menschen warten sehr lange, bevor sie Unterstützung in Anspruch nehmen.

Gerade leistungsorientierte Menschen versuchen häufig, noch ein wenig länger durchzuhalten.

Professionelle Unterstützung kann sinnvoll sein, wenn Sie beispielsweise bemerken, dass

  • Erholung kaum noch Wirkung zeigt,
  • Sie sich dauerhaft erschöpft fühlen,
  • Schlafprobleme zunehmen,
  • Sie sich immer häufiger zurückziehen,
  • Konzentration und Leistungsfähigkeit nachlassen,
  • Sie ständig gereizt oder angespannt sind,
  • Arbeit oder Alltag nur noch mit großer Kraftanstrengung möglich sind,
  • Sie das Gefühl haben, Ihre Situation alleine nicht mehr verändern zu können.

Sie müssen nicht warten, bis Sie überhaupt nicht mehr können.

👉Wann sollte ich eine Psychotherapie beginnen? Auf die ersten Warnsignale hören


Psychotherapie bei Burnout

In der Psychotherapie geht es nicht ausschließlich darum, Stress zu reduzieren.

Ebenso wichtig kann die Frage sein, warum bestimmte Belastungsmuster überhaupt entstanden sind und weshalb sie sich immer wiederholen.

Warum fällt es mir schwer, Nein zu sagen?

Warum fühle ich mich verantwortlich, obwohl meine eigenen Kräfte längst erschöpft sind?

Warum reicht „gut“ für mich nicht aus?

Warum hängt mein Selbstwert so stark davon ab, was ich leiste?

Warum nehme ich meine eigenen Bedürfnisse erst wahr, wenn mein Körper nicht mehr mitmacht?

Im Rahmen einer psychoanalytisch orientierten Psychotherapie können solche wiederkehrenden Muster, innere Konflikte und deren mögliche Hintergründe gemeinsam betrachtet werden.

Ziel ist nicht lediglich, kurzfristig wieder leistungsfähig zu werden.

Es geht vielmehr darum, sich selbst und die eigenen Grenzen besser zu verstehen und langfristig einen anderen Umgang mit Belastungen entwickeln zu können.


Burnout-Behandlung und Psychotherapie in Wien 1180

Als Psychotherapeutin in Wien unterhalte ich eine Praxis in 1180 Wien-Währing.

Ich begleite Menschen, die unter Burnout, chronischer Erschöpfung und Überforderung leiden und besser verstehen möchten, welche äußeren Belastungen und inneren Muster zu ihrer Situation beigetragen haben.

Ein erstes Gespräch bietet die Möglichkeit, Ihre aktuelle Situation zu besprechen und gemeinsam zu klären, ob eine Psychotherapie für Sie ein geeigneter Weg sein kann.

Dabei müssen Sie weder bereits eine Diagnose haben noch genau wissen, wie Ihre Beschwerden einzuordnen sind.

Gerade Menschen mit Burnout sagen häufig lange:

„Eigentlich müsste ich das alleine schaffen.“

Unterstützung zu suchen kann jedoch ein wichtiger Schritt sein, bevor die Erschöpfung immer mehr Lebensbereiche erfasst.


Burnout vorbeugen – die eigenen Warnsignale früher wahrnehmen

Burnout-Prävention bedeutet nicht, jede Belastung zu vermeiden.

Stressige Phasen gehören zum Leben.

Wichtig ist vielmehr, zu erkennen, wann aus einer vorübergehenden Belastung ein Dauerzustand wird.

Hilfreich kann sein, sich gelegentlich selbst zu fragen:

  • Kann ich noch abschalten?
  • Erhole ich mich nach freien Tagen?
  • Habe ich noch Freude an Dingen, die mir früher wichtig waren?
  • Kann ich Grenzen setzen?
  • Sage ich häufig Ja, obwohl ich eigentlich Nein meine?
  • Habe ich ständig das Gefühl, funktionieren zu müssen?
  • Ignoriere ich körperliche oder psychische Warnsignale?

Je früher solche Veränderungen wahrgenommen werden, desto eher kann gegengesteuert werden.


Häufige Fragen zu Burnout

Ist Burnout eine Depression?

Nein. Burnout und Depression sind nicht dasselbe, können aber ähnliche Symptome aufweisen und auch gemeinsam auftreten. Eine fachliche Einschätzung ist deshalb sinnvoll.

Woran erkenne ich, ob ich Burnout habe?

Mögliche Hinweise sind anhaltende Erschöpfung, Schlafprobleme, Konzentrationsschwierigkeiten, Gereiztheit, Motivationsverlust und das Gefühl permanenter Überforderung. Einzelne Symptome erlauben jedoch keine sichere Selbstdiagnose.

Hilft Urlaub bei Burnout?

Erholung ist wichtig. Wenn die Ursachen der dauerhaften Belastung jedoch unverändert bleiben, reicht ein Urlaub häufig nicht aus, um eine nachhaltige Verbesserung zu erreichen.

Kann Psychotherapie bei Burnout helfen?

Psychotherapie kann dabei unterstützen, Belastungen, innere Konflikte und wiederkehrende Verhaltensmuster besser zu verstehen und neue Möglichkeiten im Umgang mit den eigenen Grenzen zu entwickeln.

Wann sollte ich wegen Burnout psychotherapeutische Hilfe suchen?

Spätestens wenn Erschöpfung und Überforderung über längere Zeit bestehen, sich trotz Erholung nicht bessern oder den beruflichen beziehungsweise privaten Alltag zunehmend beeinträchtigen, ist es sinnvoll, professionelle Unterstützung in Betracht zu ziehen.

Muss ich für eine Psychotherapie bereits eine Burnout-Diagnose haben?

Nein. Auch anhaltende Überforderung, Erschöpfung oder das Gefühl, nur noch zu funktionieren, können Anlass sein, ein erstes psychotherapeutisches Gespräch zu führen.


Weiterführende Beiträge zum Thema Burnout

👉 Ich funktioniere nur noch – ist das schon Burnout?

👉 Burnout oder normale Erschöpfung?

👉 Burnout erkennen: Welche Warnsignale Sie ernst nehmen sollten

👉 Warum Erholung allein bei Burnout oft nicht ausreicht

👉 Burnout oder Depression – wo liegt der Unterschied?


Erstgespräch vereinbaren

Wenn Sie sich seit längerer Zeit erschöpft, überfordert oder ausgebrannt fühlen und das Gefühl haben, aus eigener Kraft keine nachhaltige Veränderung mehr zu erreichen, können wir Ihre Situation in einem ersten Gespräch gemeinsam betrachten.

Mag. Sarah Rubenthaler BA.pth.
Psychotherapeutin und Psychoanalytikerin
Maynollogasse 3/3
1180 Wien

Telefon: +43 676 65 43 403
E-Mail: praxis@sarah-rubenthaler.at