Primaria Larisa Dzirlo vom Barmherzige Schwestern Krankenhaus in Wien betont die Verbindung von körperlichen Beschwerden und psychischen Symptomen als zentrales Thema in der psychosomatischen Medizin. Die Abteilung, die sie leitet, integriert seit über 30 Jahren die psychosomatische Medizin in ihr Leistungsspektrum, was in Österreich einzigartig ist. Psychosomatische Erkrankungen spiegeln das Wechselspiel von Körper und Seele wider, wobei sowohl psychosoziale als auch biologische Faktoren berücksichtigt werden.

Eine gegenwärtige Herausforderung liegt in den Vorurteilen gegenüber dem Begriff „psychosomatisch“, der fälschlicherweise als Zeichen von Schwäche betrachtet wird. Psychosomatische Krankheiten stellen ernstzunehmende Probleme dar und die Anerkennung der psychischen Komponente ist für den Erfolg der Therapie entscheidend. Die Abteilung bietet ein umfassendes multidisziplinäres Behandlungskonzept, das von Internistinnen, Psychiaterinnen, Psychotherapeutinnen bis hin zu Diätologinnen und Physiotherapeut*innen reicht.

Die psychotherapeutische Behandlung spielt eine zentrale Rolle und wird als gleichwertig mit medizinischen Interventionen betrachtet. Die Herausforderung besteht darin, die Hemmschwelle gegenüber Psychotherapie abzubauen und den finanziellen Zugang zu erleichtern. In den letzten Jahren zeigt sich ein Anstieg der psychosomatischen Patient*innen, was auf eine gestiegene Aufklärung über psychosomatische Zusammenhänge und zunehmenden gesellschaftlichen Stress zurückzuführen ist.

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