Für viele Menschen ist die Entscheidung, eine Psychotherapie zu beginnen, ein großer Schritt. Oft gehen dem ersten Termin Wochen oder sogar Monate des Überlegens voraus. Nicht selten tauchen dabei zahlreiche Fragen auf:

Die gute Nachricht vorweg: Es gibt kein „richtig“ oder „falsch“ für ein Erstgespräch. Es dient vor allem dem gegenseitigen Kennenlernen und soll Ihnen die Möglichkeit geben, herauszufinden, ob Sie sich gut aufgehoben fühlen.

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Warum fällt der erste Schritt oft so schwer?

Viele Menschen suchen erst dann psychotherapeutische Unterstützung, wenn der Leidensdruck bereits sehr hoch ist. Oft bestehen Ängste oder Unsicherheiten:

  • „Meine Probleme sind wahrscheinlich nicht schlimm genug.“
  • „Ich müsste das alleine schaffen.“
  • „Was denkt die Therapeutin über mich?“
  • „Kann mir überhaupt geholfen werden?“

Solche Gedanken sind völlig normal. Gerade Menschen mit Depressionen, Angststörungen oder geringem Selbstwertgefühl zweifeln häufig daran, ob sie Hilfe in Anspruch nehmen dürfen.

Dabei ist Psychotherapie kein Zeichen von Schwäche, sondern ein bewusster Schritt, Verantwortung für die eigene psychische Gesundheit zu übernehmen.

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Muss ich mich auf das Erstgespräch vorbereiten?

Viele Menschen glauben, sie müssten ihre Lebensgeschichte bereits perfekt sortiert haben.

Das Gegenteil ist der Fall.

Sie müssen weder wissen, warum es Ihnen schlecht geht, noch eine Diagnose mitbringen oder eine fertige Erklärung für Ihre Probleme haben.

Es reicht völlig aus, wenn Sie erzählen, was Sie aktuell belastet.

Zum Beispiel:

Genau dafür ist Psychotherapie da.

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Wie läuft das Erstgespräch ab?

Jede Therapeutin und jeder Therapeut arbeitet etwas unterschiedlich. Grundsätzlich geht es im Erstgespräch darum, sich gegenseitig kennenzulernen.

Häufige Themen sind:

Ihre aktuelle Situation

Was belastet Sie derzeit?

Ihre Lebensumstände

Familie, Beruf, Partnerschaft oder andere wichtige Bereiche Ihres Lebens.

Ihre Erwartungen

Was wünschen Sie sich von der Therapie?

Organisatorische Fragen

Dabei bestimmen Sie selbst, worüber Sie sprechen möchten.


Muss ich alles erzählen?

Eine der häufigsten Sorgen lautet:

„Muss ich gleich beim ersten Termin meine ganze Lebensgeschichte erzählen?“

Die Antwort lautet ganz klar:

Nein.

Psychotherapie ist ein Prozess. Vertrauen entwickelt sich mit der Zeit.

Sie entscheiden selbst, was Sie erzählen möchten und wann Sie dazu bereit sind.

Es gibt keinen Druck.


Was passiert, wenn ich weinen muss?

Viele Menschen schämen sich davor, im Erstgespräch emotional zu werden.

Dabei gehören Gefühle selbstverständlich zur psychotherapeutischen Arbeit.

Traurigkeit, Angst, Wut oder Verzweiflung dürfen ihren Platz haben.

Sie müssen sich weder zusammenreißen noch besonders stark wirken.


Was passiert, wenn ich nicht weiß, was ich sagen soll?

Auch diese Situation kommt häufig vor.

Viele Menschen sitzen zunächst schweigend da und wissen nicht, wie sie beginnen sollen.

Das ist völlig normal.

Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten sind darauf vorbereitet und unterstützen Sie dabei, ins Gespräch zu kommen.


Wie erkenne ich, ob die Therapeutin zu mir passt?

Die therapeutische Beziehung ist einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren einer Psychotherapie.

Fragen Sie sich nach dem Erstgespräch:

  • Habe ich mich verstanden gefühlt?
  • Konnte ich offen sprechen?
  • Fühlte ich mich ernst genommen?
  • Habe ich Vertrauen gespürt?
  • Kann ich mir weitere Gespräche vorstellen?

Ihr persönliches Empfinden spielt dabei eine wichtige Rolle.

👉 Weitere Infos finden Sie auch auf der Seite „Wie finde ich einen guten Psychotherapeuten in Wien?


Muss ich mich sofort für eine Therapie entscheiden?

Nein.

Das Erstgespräch dient auch dazu, herauszufinden, ob eine Zusammenarbeit für beide Seiten passend ist.

Sie dürfen sich Zeit nehmen und überlegen, ob Sie die Therapie beginnen möchten.


Muss ich psychisch krank sein?

Nein.

Viele Menschen kommen in die Psychotherapie, weil sie sich in einer schwierigen Lebensphase befinden.

Zum Beispiel:

Psychotherapie ist nicht nur für schwere psychische Erkrankungen da.


Der wichtigste Schritt ist bereits getan

Viele Patientinnen und Patienten berichten später, dass der erste Termin viel weniger belastend war als erwartet.

Oft empfinden sie bereits Erleichterung, weil sie ihre Sorgen zum ersten Mal offen aussprechen konnten.

Den Mut zu haben, Unterstützung anzunehmen, ist häufig der erste Schritt zu positiven Veränderungen.


FAQ – Häugige Fragen vor dem Erstgespräch beim Psychotherapeuten

Muss ich mich auf das Erstgespräch vorbereiten?

Nein. Es reicht völlig aus, wenn Sie Ihre aktuelle Situation schildern.

Muss ich alles erzählen?

Nein. Sie bestimmen selbst, worüber Sie sprechen möchten.

Was kostet ein Erstgespräch?

Die Kosten und organisatorischen Rahmenbedingungen werden individuell besprochen.
👉 Weiterführende Infos finden Sie auch auf der Seite „Kosten einer Psychotherapie

Kann ich nach dem Erstgespräch Nein sagen?

Ja. Das Erstgespräch dient auch dem gegenseitigen Kennenlernen.

Was passiert, wenn ich weinen muss?

Das ist völlig in Ordnung. Gefühle haben in einer Psychotherapie ihren Platz.


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Was passiert beim ersten Termin in einer Psychotherapie?