Viele Menschen, die zum ersten Mal eine Panikattacke erleben, glauben zunächst, sie hätten einen Herzinfarkt oder eine andere schwere körperliche Erkrankung.
Das Herz schlägt plötzlich schneller.
Die Atmung verändert sich.
Es entsteht das Gefühl, keine Luft mehr zu bekommen.
Manche Betroffene haben Angst, ohnmächtig zu werden oder die Kontrolle zu verlieren.
Eine Panikattacke kann sehr beängstigend sein.
Gleichzeitig ist sie ein häufiges Symptom einer Angststörung und grundsätzlich gut behandelbar.
Eine Panikattacke kommt oft plötzlich
Viele Betroffene berichten, dass sie völlig unerwartet auftritt.
Zum Beispiel:
- im Supermarkt,
- im Auto,
- in öffentlichen Verkehrsmitteln,
- im Büro,
- oder sogar zu Hause.
Gerade diese Unvorhersehbarkeit verunsichert viele Menschen zusätzlich.
Typische körperliche Symptome einer Panikattacke
Während einer Panikattacke können unter anderem auftreten:
- Herzrasen,
- Engegefühl in der Brust,
- Atemnot,
- Schwindel,
- Zittern,
- Schwitzen,
- Übelkeit,
- Kribbeln in Händen oder Füßen,
- das Gefühl, gleich ohnmächtig zu werden.
Diese Beschwerden fühlen sich sehr real an.
Deshalb sollten körperliche Ursachen – insbesondere beim ersten Auftreten – immer ärztlich abgeklärt werden.
Warum reagiert der Körper so?
Bei einer Panikattacke wird das körpereigene Alarmsystem aktiviert.
Der Körper bereitet sich auf Flucht oder Kampf vor.
Dafür werden Stresshormone ausgeschüttet.
Herzschlag und Atmung beschleunigen sich.
Die Muskulatur spannt sich an.
Diese Reaktion ist grundsätzlich sinnvoll – allerdings in einer Situation ohne tatsächliche Gefahr.
Die Angst vor der nächsten Panikattacke
Viele Betroffene erleben nach der ersten Panikattacke eine neue Sorge:
„Was ist, wenn das wieder passiert?“
Diese Erwartungsangst führt häufig dazu, dass bestimmte Orte oder Situationen vermieden werden.
Manche Menschen fahren nicht mehr mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Andere vermeiden Einkaufszentren oder längere Autofahrten.
Dadurch wird der Alltag zunehmend eingeschränkt.
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Panikattacken bedeuten nicht, dass man „verrückt“ wird
Viele Betroffene haben große Angst, während einer Panikattacke die Kontrolle zu verlieren.
Manche glauben sogar, sie würden den Verstand verlieren.
Diese Sorge gehört häufig zum Erleben einer Panikattacke.
Sie bedeutet jedoch nicht, dass dies tatsächlich geschieht.
siehe auch die Seite Angststörungen
Was kann gegen Panikattacken helfen?
Der erste Schritt besteht darin, die Beschwerden ernst zu nehmen und medizinisch abklären zu lassen.
Wenn körperliche Ursachen ausgeschlossen wurden, kann ich als Ihre Psychotherapeutin in Wien dabei helfen,
- die Zusammenhänge besser zu verstehen,
- Auslöser zu erkennen,
- den Umgang mit Angst zu verändern,
- Vermeidungsverhalten abzubauen.
Viele Menschen erleben dadurch langfristig eine deutliche Verbesserung ihrer Lebensqualität.
Niemand muss mit Panikattacken leben
Panikattacken können sehr belastend sein.
Sie sind jedoch behandelbar.
Je früher therapeutische Unterstützung in Anspruch genommen wird, desto eher kann verhindert werden, dass sich Ängste weiter ausbreiten oder immer mehr Lebensbereiche einschränken und nicht selten zu Depressionen führen können.
Brauche ich wirklich eine Psychotherapie?
Fazit
Eine Panikattacke fühlt sich oft dramatisch an und kann große Angst auslösen.
Herzrasen, Atemnot oder Schwindel bedeuten jedoch nicht automatisch eine lebensbedrohliche Erkrankung.
Nach einer medizinischen Abklärung kann Psychotherapie helfen, die Ursachen besser zu verstehen und Schritt für Schritt wieder mehr Sicherheit im Alltag zu gewinnen.
siehe auch meine Leistungsseite Psychotherapie
FAQ
Wie lange dauert eine Panikattacke?
Meist klingt sie innerhalb von einigen Minuten bis etwa einer halben Stunde wieder ab, auch wenn sie sich für Betroffene oft deutlich länger anfühlt.
Kann eine Panikattacke lebensgefährlich sein?
Die Symptome sollten zunächst ärztlich abgeklärt werden. Eine Panikattacke selbst ist jedoch nicht lebensbedrohlich.
Warum bekomme ich plötzlich keine Luft?
Die veränderte Atmung während einer Panikattacke kann das Gefühl von Atemnot auslösen.
Kann Psychotherapie helfen?
Ja. Psychotherapie gilt als eine wichtige Behandlungsmöglichkeit bei Angst- und Panikstörungen.
Angst vor einer Psychotherapie – bin ich damit allein?
Muss ich Medikamente nehmen?
Nicht unbedingt. Welche Behandlung sinnvoll ist, hängt von der individuellen Situation ab und sollte gemeinsam mit Fachpersonen besprochen werden.
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